You have a voice. Make it count.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Mit veganer Ernährung befasse ich mich schon seit längerer Zeit, und doch war es damals nie wirklich etwas, das ich ernsthaft für mich selbst in Erwägung gezogen hätte. »Ich bewundere diese Menschen, die so viel Durchhaltevermögen haben, aber ich selbst könnte niemals auf Tierisches verzichten« - dieser Satz beschreibt ziemlich genau das, was mir tagein tagaus durch den Kopf ging, während ich mir der Auswirkungen unserer heutigen Ernährung durchaus bewusst war. Kuhmilch mit Sojamilch ersetzen und ab und zu mal einen Sojajoghurt anstatt einem konventionellen Milchjoghurt kaufen war zwar gut für das Gewissen und einfach umzusetzen, und doch war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich einfach nicht für die rein vegane Ernährung geboren wurde - zumal »vegan« in meiner Familie seit jeher als Fremdwort galt.

Doch konnte ich trotzdem kein Schnitzel mit Pommes und Rahmsoße oder einen Straciatella-Joghurt mehr essen, ohne dass sich dabei ein ziemlich schlechtes Gefühl in mir breit machte. Denn mir wurde von Zeit zu Zeit immer mehr bewusst, wie sehr meine Ernährung tatsächlich auf mich und meine Umwelt einwirkt, und welche verheerenden Konsequenzen diese mit sich zieht. Also beschloss ich im Sommer letzten Jahres mehr oder weniger über Nacht einen Selbstversuch zu starten: Vegan auf unbestimmte Zeit. Sicherlich liest man oft, dass man eine ernsthafte Umstellung besser etappenweise angehen sollte, um auf Dauer am Ball zu bleiben und nicht die Motivation zu verlieren. Doch was soll ich sagen? Mittlerweile ernähre ich mich seit sechs Monaten vegan, obwohl ich noch einen Tag vor Beginn meines Versuches ins typische Omnivoren-Profil fiel. Ich kann mir nicht vorstellen, wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen - und derzeit geht es mir damit besser denn je!



Ich kann essen, ohne dass mich Gedanken darüber plagen, ein Tier hat für mich unvorstellbares Leid erfahren müssen. Und ich kann meinen Kaninchen wieder in die Augen sehen, ohne einen inneren Kampf mit mir selbst zu führen. Doch nicht nur den Tieren tut die vegane Ernährung gut: Die Umwelt profitiert genauso, indem ich massiven Kohlenstoffdioxidausstoß und unnötigen Wasserverbrauch durch die intensive Tierhaltung nicht weiter mit meinem Geld unterstütze.




»Eine Person alleine ändert doch auch nichts an der Gesamtsituation« - ein Spruch, den jeder von uns schon mindestens einmal von sich gegeben oder zumindest irgendwo zu Ohren bekommen hat. Einer alleine kann nichts ändern? Stimmt. Aber wenn all diejenigen, die genauso denken, ihr Handeln einfach ändern würden, dann ist die Idee von einer ein Stück weit besseren Welt für uns und all diejenigen, die noch nach uns etwas von der Erde haben wollen, doch gar nicht mal so weit entfernt. You have a voice, make it count! 

Bilder via weheartit




 

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